Die Kastenmaul-Meeräsche Liza aurata (Familie Meeräschen - Mugilidae) gehört zu den ersten Arten, denen man am sogenannten "Baby-Beach" begegnet. Vor allem in der Lagune Charco del Conde tummeln sich ganzjährig große Schwärme sehr junger Meeräschen , die dort vor Raubfischen geschützt sind. Als Allesfresser ernähren sich die Fische von Algen, Plankton, Kleinkrebsen und organischem Abfall. Die Kinder machen sich häufig einen Spaß daraus, sie mit Brot scharenweise anzulocken und dann in Plastiktüten oder gar mit der bloßen Hand zu fangen. Etwas größere bis ausgewachsene Meeräschen (bis 5 kg schwer) dominieren regelmäßig die Fauna vom Hafenbecken, da sie sich auch von Fischerei-Abfällen ernähren.
Zahlenmäßig mit Abstand an zweiter Stelle folgen am Charco del Conde die bunten Meerpfaue Thalassoma pavo (Familie Lippfische - Labridae). Es handelt sich hier ausnahmslos um Weibchen. Die Vertreter der Lippfische schlüpfen nämlich grundsätzlich mit weiblichen Geschlecht und wandeln sich erst im Laufe ihres späteren Lebens zu Männchen um.
An dritter Stelle folgen zwei Arten Meerbrassen: Die große Geißbrasse Diplodus sargus und etwas weniger häufig die Zweibinden-Brasse Diplodus vulgaris (Familie Meerbrassen - Sparidae). Gelegentlich zu sehen sind junge Weitaugenbutts Bothus podas maderensis und zu bestimmten Zeiten treten Scharen von Jungfischen bzw. Fischlarven anderer Arten auf (z. B. Neon-Riffbarsch Abudefduf luridus).