Bezeichnet man das Felswatt am Charco del Conde als eine "Kinderstube", so ist der Algenrasen vergleichbar mit einem Laufställchen. Neben den winzigen Krebsen halten sich zwischen den Thalli regelmäßig juvenile Schlangensterne
, Feuerwürmer
, Schnecken
und andere Arten versteckt, man findet häufig auch kleinere Brutgelege
(Größere Brutgelege von Schnecken sind meist unter den Steinen festgeheftet). Zahlreiche Algenarten breiten sich erst im Frühjahr aus und verschwinden wieder zum Herbst. Somit haben die Jahreszeiten trotz der relativ gleich bleibenden Wassertemperatur im offenen Meer (ca. 18° -25°C) erheblichen Einfluss auf den Fortpflanzungszyklus zahlreicher mariner Tiere.
Einer der wirbellosen Topjäger, der regelmäßig in das Felswatt einfällt, ist der gemeine Krake
Octopus vulgaris. Leider werden die Tiere dort regelmäßig von einheimischen Fischern abgefangen, wobei es sich in der Regel nur um kleinere bis mittelgroße Exemplare handelt. Dies hat zur Konsequenz, dass auch außerhalb der Gezeitenzone nur selten voll ausgewachsene Exemplare gesichtet werden. Mehr dazu: siehe Überfischung
.
Bei der Maskenmuräne
, die im Felswatt auch von Einheimischen gefangen wird, handelt es sich ebenso um kleinere Individuen.