Pardela Gelbschnabel-Sturmtaucher
Diejenigen, die sich zum ersten Mal (außerhalb der Winterzeit) auf La Gomera aufhalten, sind regelmäßig über die sonderbaren Laute erstaunt, die man hier in der Nacht wahrnimmt.
"Wir haben heute Nacht Delfine gehört", heißt es von Ahnungslosen. In Wirklichkeit handelt es sich um den Gelbschnabel-Sturmtaucher, der sich nach Sonnenuntergang an den Steilküsten um sein Brutgeschäft kümmert. Von den Einheimischen werden sie Pardelas genannt. Als Vertreter der Röhrenschnabel sind sie mit einer eigenen "Entsalzungsanlage", dem Doppelrohraufsatz auf dem Schnabel ausgestattet, was ihnen ein ständiges Leben auf dem Meer ermöglicht. Geschlechtsreife Weibchen legen jedes Jahr ein einzelnes großes Ei zwischen den Felsen, um den Nachwuchs wird sich nach Sonnenuntergang intensiv gekümmert. Die Jungvögel werden im Spätsommer flügge und starten ihre ersten Flugversuche. Dann reisen die Pardelas nach Südamerika, wo sie den ganzen Winter über verbringen.
Für das Whalewatching erfüllen die Pardelas eine außerordentlich wichtige Funktion: Sie profitieren davon, dass von den Delfinen und Walen (insbesondere Bryde-Wale) große Fischschwärme zusammengetrieben werden, über die sie sich dann von der Luft aus hermachen.
Sieht man am Horizont also große Schwärme dieser Vögel, die aufgeregt umherschwirren, sind die Meeressäuger meistens nicht weit.
Die Pardelas sind hervorragende Flugkünstler, die oft nur eine Handbreite über dem Wasser gleiten und bei engen Kurven mit den Flügelspitzen ins Wasser eintauchen. Daran kann man sie aus Entfernung gut von den Silbermöwen unterscheiden.
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