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Inhaltlich VerantwortlicherChristoph Schmitt |
WebmasteringGuido Thielsch im Prodienar |
Der Club de Mar Valle Gran Rey kümmert sich seit mehr als 16 Jahren um die Meerestiere vor den Küsten La Gomeras. Bisher standen dabei die Wale und Delfine im Brennpunkt, zu deren Schutz der Club mit Umwelt- und Tierschutzorganisationen in aller Welt zusammenarbeitet.
Seit Frühjahr 2005 erfolgt nun im Rahmen des durch Claus Heinrichs angeregten und von mir gegründeten Projekts Ocean La Gomera eine intensive Bestandsaufnahme der marinen Fauna und Flora vor dem Tal Valle Gran Rey. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Gezeitenzone am Charco del Conde und auf das alte Hafenbecken inklusive der angrenzenden Felsküste. Durch regelmäßige Feldbeobachtung (Monitoring) wird die Bestandsentwicklung wichtiger Schlüsselarten sowie gefährdeter Arten kontinuierlich verfolgt. Außerdem wurden einige Arten bereits kurzfristig in Hälterungsbecken gesetzt, um anhand von Fütterungsversuchen ihre genaue Stellung im Nahrungsgefüge zu untersuchen. Ein Hauptaugenmerk richtet sich allerdings auf die "Kinderstube der Meerestiere", eine Funktion, welche die Gezeitenzone am Charco del Conde für sämtliche marine Arten übernimmt.
Gegenwärtig ist die erste Bestandsaufnahme abgeschlossen und es liegen ausreichend Hinweise vor, für welche Arten das Felswatt als Aufwuchsstation eine entscheidende Rolle spielt. Im weiteren Verlauf des Projekts sollen die Lebenszyklen von einigen Schlüsselspezies genauer unter die Lupe genommen werden. Je mehr wir wissen, wie sich die Bestände einer jeweiligen Art rekrutieren, desto wirkungsvoller können wir gefährdete Arten schützen und für einen besseren Erhalt des ökologischen Gleichgewichts sorgen.
Das ökologische Gleichgewicht vor den Küsten La Gomeras ist längst nicht mehr intakt: In Gezeitenpools wird die ursprüngliche Flora teilweise von der eingeschleppten Alge Caulerpa racemosa überwuchert. An den Felsküsten grasen massenhaft auftretende Diademseeigel
den Algenbewuchs ab und zerstören somit die Nahrungsgrundlage anderer Arten sowie die Versteckmöglichkeiten für Jungtiere und Brutgelege. Wale, Delfine und Meeresschildkröten sind in ihren Beständen zum Teil stark gefährdet.
Mein Ziel, sowie das des Club de Mar ist es, Menschen darüber aufzuklären und zu zeigen, wie jeder Einzelne zum Erhalt unserer marinen Lebensräume beitragen kann. Zu diesem Zwecke bieten wir nicht nur regelmäßige Infoveranstaltungen an, sondern führen kleinere Gruppen von Interessierten direkt vor Ort, um ihnen den respektvollen Umgang mit der Natur zu zeigen. Für dieses Angebot nehmen wir in der Regel einen festen Spendenbeitrag (inklusive Aufwandsentschädigung) entgegen, über den wir unsere weitere Arbeit finanzieren.
Neben den regelmäßigen Bootsausfahrten zu den Walen und Delfinen, die der Club seit seiner Gründung anbietet, finden im Rahmen meines Projekts Ocean La Gomera nun weitere Veranstaltungen statt: Dia-Abende über die Unterwasserwelt, Felswattwanderungen am Charco del Conde und Schnorcheltouren durch das Hafenbecken. Geplant ist auch, sofern Interesse besteht, einen Unterwasser-Fotografiekurs anzubieten.
Der Aufenthalt in der Übergangszone zwischen Land und Meer, also in der Gezeitenzone, stellt besondere Anforderung an die dort lebenden Organismen. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung könnte wie folgt aussehen:
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Dauerhafte Gezeitenbewohner |
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Der Charco del Conde als "Kinderstube" |
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Abgesehen von seiner einzigartigen Küstenfauna ist La Gomera zugleich einer der weltbesten Orte zur Beobachtung freilebender Wale und Delfine (Cetaceen). Während der letzten 16 Jahre, seitdem der Club de Mar vor La Gomera sanftes Whalewatching und Feldforschung betreibt, wurden insgesamt 21 verschiedene Arten Walartige (Cetaceen) gesichtet. Dies entspricht etwa einem Viertel aller heute lebenden Arten!
Dabei handelt es sich teils um feste Populationen, die sich ganzjährig zwischen La Gomera und Teneriffa aufhalten und während der Ausfahrten regelmäßig zu sehen sind; darunter indische Grindwale, Fleckendelfine und große Tümmler. Zum anderen Teil handelt es sich um Saisongäste, wie den tropischen Bryde-Wal, der nur das wärmere Halbjahr hier verbringt oder die gemeinen Delfine, die hingegen Winter und Frühjahr bevorzugen.
Schließlich gibt es eine dritte Gruppe, vornehmlich von Bartenwalen, die auf der Durchreise regelmäßig an den kanarischen Inseln vorbeiziehen. Darunter die riesigen Blauwale, Buckelwale, Seiwale und sogar Nordkaper, deren weltweiter Bestand zurzeit nur auf 350 Tiere geschätzt wird. Unter den durchreisenden Zahnwalen sind nicht nur Pottwale und Orcas vertreten, sondern auch vollkommen exotische Arten wie Borneo-Delfine.
Neben den Meeressäugern halten sich auf hoher See sämtliche Haiarten auf; von den vier Meter langen Hammerhaien, Kurzflossen-Makos bis hin zu 12 Meter langen Walhaien. Gelegentlich sind Teufelsrochen (Mantas) zu sehen, ebenso die großen, unförmigen Mondfische.
Dichte Schwärme von Makrelen und atlantischen Bonitos bilden nicht nur eine Hauptnahrung für bestimmte Wal- und Delfinarten, sie werden auch von Barracudas, Gelbflossen-Thunfischen, und Schwertfischen (Merlins) gejagt. Während des Frühjahrs erfolgt überdies eine Invasion von portugiesischen Galeeren. Zu dieser Zeit sind auch relativ viele der vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten unterwegs und die Gelbschabel-Sturmtaucher (Pardelas) kehren aus Lateinamerika zurück.
Steckbriefe einiger Arten
"Flecki"
Atlantischer Zügeldelfin, Fleckendelfin
Wiss. Name: Stenella frontalis
Max. Länge: bis 2,3 m
Gewicht: bis 140 kg
Länge bei Geburt: 0,9 - 1,2 m
Nahrung: Fisch, Tintenfisch, Benthos
Bei den Fleckendelfinen Stenella handelt es sich um eine Gattung kleiner, tropischer Delfine, die rund um den Globus in warmgemäßigten bis tropischen Meeren verbreitet ist. Sie sind die lebhaftesten und springfreudigsten Meeressäuger überhaupt. Als unbestrittener Meister seiner Klasse gilt der Spinnerdelfin Stenella longirostris, der bis zu sieben Meter hoch springt und sich dabei wie ein Korkenzieher bis zu siebenmal um seine eigene Längsachse dreht.
Nicht ganz so akrobatisch, jedoch ebenfalls springfreudig ist der atlantische Zügeldelfin oder Fleckendelfin Stenella frontalis, der sich rund ums Jahr vor La Gomera beobachten lässt.
Bei gemächlich herannahenden Booten reiten die Delfine meistens begeistert auf der Bug- oder Heckwelle und zanken sich dort mitunter um die besten Plätze. Einerseits haben sie damit eine energiesparende Reisemöglichkeit entdeckt, die wahrscheinlich auf einem natürlichen, angeborenen Verhalten beruht. Es wurde nämlich beobachtet, dass einige Arten ebenfalls in der Bugwelle großer Bartenwale "per Anhalter" umherziehen. Andererseits scheint den Delfinen dieses Spiel so gut zu gefallen, dass sie dafür auch außerplanmäßig weite Strecken in Kauf nehmen.
Regelmäßig im Frühjahr treffen vor La Gomera riesige Verbände von bis zu einigen Hundert Fleckendelfinen zur Hauptpaarungszeit zusammen. Dabei sind die Delfine völlig promiskuitiv - beide Geschlechter wechseln vorbehaltlos ihre Partner. Die stärkste soziale Bindung innerhalb der offenen Schulen entwickelt sich schließlich zwischen der Mutter und ihrem neugeborenen Kalb.
Doch auch diese Bindung ist nur vorübergehend. Heranwachsende Fleckendelfine lösen sich bald sich aus den Kind/Erwachsenen-Verbänden und ziehen in eigenen "Jugendgangs" umher. Da ihre Fleckenzeichnung erst mit zunehmendem Alter entsteht, werden sie von ungeübten Beobachtern leicht mit großen Tümmlern verwechselt.
Zum gemeinsamen Nahrungserwerb bilden die Fleckendelfine zuweilen Schulen von einigen Duzend, Hundert oder sogar mehreren Tausend Tieren. Auf ihrer Jagd nach kleineren Hochseefischarten (z. B. Makrelen, Bonitos) machen sie gerne gemeinsame Sache mit Gelbflossen-Thunfischen. Während die Thune die Beute an die Wasseroberfläche treiben, bilden die Delfine um sie herum ein riesiges Karussell, sodass es auch zur Seite hin kein Entrinnen gibt.
In der Mitte des Karussells beginnt das Wasser sprichwörtlich zu "brodeln" - schließlich wird die zusammengepferchte Beute gleichzeitig aus der Luft von riesigen Schwärmen Seevögel (z.B. Gelbschnabel-Sturmtaucher) attackiert.
Doch als Gewinner bleibt leider oft genug der Mensch alleine, der um das ganze Spektakel herum ein riesiges Ringwaden-Netz zieht. Durch solche Fangmethoden und durch die Stellnetzfischerei wurden die weltweiten Bestände der Fleckendelfine bis heute drastisch reduziert. In den 1960´er und 1970´er Jahren waren es jährlich Hunderttausende von Delfinen, die als Beifang getötet wurden. Erst seit den 1980´er Jahren wurden Regulationen wirksam und seitdem wird "delfinfreundlich" gefangener Thunfisch angeboten.
Die einheimischen Fischer La Gomeras gehen nach wie vor mit sehr traditionellen und ökologisch verträglichen Methoden auf Fischfang.
"Flipper"
Großer Tümmler
Wiss. Name: Tursiops truncates
Max. Länge: bis 4 m
Gewicht: bis 650 kg
Lebensdauer: 30 Jahre
Geschlechtsreife;: ♀ 10, ♂ 13 Jahre
Tragzeit: 12 Monate
Länge bei Geburt: 0,8 - 1,2 m
Stillzeit: 12 Monate - 4 Jahre
Tauchtiefe: 600 m
Dauer der Tauchgänge: 8 min.
Höchstgeschwindigkeit: 35 km/h
Nahrung: Fisch, Tintenfisch, Plankton
Gäbe es einen Titel "König der Delfine" so, wäre er treffend gewählt für den großen Tümmler Tursiops Truncatus. Mit einer Länge von bis zu vier Metern und bis zu 650 kg Gewicht ist er deutlicher größer als alle anderen echten Delfine. Er ist weltweit von den Kühlgemäßigten bis in die Tropen verbreitet, in flachen Küstenregionen, wie auf hoher See. Er passt sich hervorragend an die verschiedensten Lebensräume an, hat die unterschiedlichsten Jagdstrategien entwickelt und sein Speiseplan ist so vielfältig, wie bei kaum einer anderen Art.
Aus der Haltung in Gefangenschaft weiß man heute sehr viel über ihn. Er gilt als überaus gelehrig, menschenfreundlich, lebhaft und verspielt. Allerdings kennen ihn die wenigsten Menschen aus freier Wildbahn.
Große Tümmler verfügen über ein erstaunliches Verhaltensrepertoire und die Fähigkeit, erlernte Beutefangtechniken an nachfolgende Generationen zu vermitteln. So wurde von Werkzeuggebrauch berichtet. Etwa das Überstecken von Meeresschwämmen, um sich auf der Nahrungssuche im Sandgrund vor eingegrabenen Lauerjägern zu schützen.
Herauszustellen ist auch die Fähigkeit zur Kooperation der Delfine untereinander oder mit anderen Arten. Beispielsweise treiben die Tümmler in der Bucht Baja California ihre Beute mit vereinten Kräften aufs Trockene und rollen sich dann selbst an den Strand, um dort die zappelnden Fische zu packen.
Vor Florida betätigt sich je einer der Tümmler als driver und scheucht Fische auf, die sich mit einem langen Sprung in die Luft zu retten versuchen. Dort fliegen die Fische allerdings direkt in die aufgerissenen Mäuler der Artgenossen die sich passend zu einer Barriere formiert haben.
Vor Mauritania kooperieren die großen Tümmler sogar seit Generationen mit den lokalen Fischern. Beide, sowohl Mensch als auch Delfin, geben sich untereinander Zeichen, wenn sie küstennahe Fischschwärme ausmachen. Die Fischer schlagen mit Ruten aufs Wasser, die Delfine signalisieren ihre Bereitschaft durch Luftsprünge. Während die Einheimischen mit ihren langen Netzen eine Barriere im flachen Wasser bilden, treiben die Großtümmler die aufgescheuchten Fische direkt dort hinein. Bei dieser Treibjagd machen beide Parteien überaus reiche Beute.
Vor La Gomera jagen die großen Tümmler oft in kleineren Gruppen von 5 bis 20 Tieren, nur selten sind es bis zu 100. Sie sind mit Abstand die häufigsten Meeressäuger, die man vor Ort küstennah und mit etwas Glück sogar vom Balkon seiner Wohnung aus beobachten kann. Beim Jagen springen sie häufig und mehrere Meter hoch - die Sprünge dienen als Signal an die Artgenossen und ebenso, um durch den Aufprall Fischschwärme zusammenzutreiben.
Insgesamt bestehen um die kanarischen Inseln herum ganzjährig anwesende, stabile Populationen von mehreren Hundert großen Tümmlern, die miteinander im Austausch stehen. Seit Einführung der Schnellfähre sollen die küstennahen Sichtungen vor Valle Gran Rey und südlich davon zurückgegangen sein. Da durchgehend erfasste Daten fehlen, ist dies allerdings statistisch nicht zu belegen.
Innerhalb der Populationen der großen Tümmler unterscheidet man mindestens drei soziale Organisationen: Kindergärten, Jugendgangs und Männergruppen.
Letztere bilden untereinander die beständigste Beziehung. Da Großtümmler nur alle 4 - 5 Jahre gebären, nutzen die Bullen jede sich bietende Gelegenheit zur Paarung. Nicht selten bedrängen sie unwillige Weibchen durch Stöße und Bisse oder schüchtern sie durch Rufe ein. Allerdings wird sexuelles Verhalten nicht ausschließlich zur Fortpflanzung eingesetzt, sondern auch, um soziale Bindungen zu festigen. Zudem scheint eine gewisse Hackordnung zu bestehen, die von größeren Männchen beherrscht wird.
Mit zunehmendem Alter werden die Männergruppen immer kleiner, bis sie schließlich nur noch aus zwei bis drei Tieren bestehen.
Die Kindergarten-Schulen setzen sich ausnahmslos aus Müttern mit ihren Jungen, sowie weiteren geschlechtsreifen Weibchen zusammen. Nach einer Tragzeit von etwa 12 Monaten kommen die Kälber zur Welt. Oft unter Mithilfe von Hebammen bzw. "Tanten" wird das Kleine sofort an die Wasseroberfläche gestoßen, um seinen ersten Atemzug zu tun. Die Brutpflege der großen Tümmler ist intensiver als bei vielen anderen Arten. Von 12 Monaten bis über vier Jahre kann das Säugen der Jungen dauern; dabei wird die fettreiche Milch unter Wasser direkt ins Maul des Säuglings gespritzt.
Männliche Heranwachsende verlassen schließlich die Kindergärten und bilden Jugendgangs. Zuweilen schließen sich ihnen weibliche Heranwachsende an, um das Sozialverhalten zu erlernen. Manche Weibchen begleiten ihre Mutter allerdings ein Leben lang.
Beobachtet man eine Schule großer Tümmler vom Boot aus, verhalten sich die Tiere deutlich zurückhaltender als andere Delfinarten. Sie reiten weniger häufig in der Bugwelle und wenn man sie kennenlernen will, erfordert dies eine respektvolle, geduldige und langsame Annäherung. Nur zögerlich nehmen die Tiere Kontakt mit den Booten auf - dann jedoch sind sie für jede Überraschung gut!
Common Dolphin
Gewöhnlicher Delfin Delphinus delphis
Der gewöhnliche Delfin ist derjenige, der in der Antike am häufigsten dargestellt wurde und seiner mehrfarbigen Zeichnung wegen als einer der schönsten beschrieben wird. Er gehört mit einer Durchschnittslänge von etwa zwei Metern zu den kleineren Arten und ist in Europa am weitaus stärksten verbreitet. Ebenso wie die Fleckendelfine können die "Commons" in sehr großen Schulen, teilweise von mehren Tausend Tieren auftreten. Vor La Gomera halten sie sich insbesondere im Frühjahr ab Januar auf. Gegenüber Fleckendelfinen sind sie etwas zurückhaltender, kommen jedoch auch in die Bugwelle und springen lebhaft aus dem Wasser.
Rauzahn-Delfin
Steno bredanensis
Rauzahn-Delfine werden im Vergleich zu den anderen Arten selten gesichtet, da sie sich in größerer Entfernung zur Küste aufhalten. Zudem sind sie recht scheu und tauchen mitunter bis zu 15 Minuten. Sie sind etwas größer als Fleckendelfine (durchschnittlich knapp zweieinhalb Meter) und aufgrund ihrer Kopfform unverkennbar: Der typische Delfinschnabel fehlt, da die Schnauze ohne Falte in die Stirn übergeht. Die großen Augen verleihen dem Kopf einen reptilienähnlichen Ausdruck. Die deutsche Art-Bezeichnung rührt von den einzigartigen Längsrillen in den Zähnen.
Bryde-Wal
Balaenoptera edeni
Dieser Bartenwal ist den Sommer über sehr regelmäßig zu sehen. Ausgewachsene Bryde-Wale können fast 15 Meter lang werden und bis zu 20 Tonnen schwer. Im Gegensatz zu anderen Bartenwalen ernährt er sich größtenteils nicht von Plankton, sondern von Fisch, den er zu dichten Schwärmen zusammentreibt. Zum Beutefang nimmt er jedes Mal einen sehr großen Schluck, wobei sich die Kehlfurchen außerordentlich dehnen. Das Wasser wird dann zwischen den Hornplatten des Oberkiefers (den Barten) herausgepresst, wobei die Beute hängen bleibt und schließlich mit der Zunge abgeleckt wird.
Der Blas des Bryde-Wals, also die Atemluft, die unter hohem Druck ausgestoßen wird und daher kondensiert, ist in der Regel meterhoch und steht für einige Sekunden über dem Wasser. Von weitem ist er gut sichtbar. Manchmal hat man das Glück, dass ein Bryde-Wal neugierig an das Boot heranschwimmt oder plötzlich unmittelbar neben dem Boot auftaucht. Bei entsprechender Windrichtung kann man den Blas intensiv riechen. Häufig sind die Bryde-Wale alleine unterwegs, die gleichzeitige Sichtung von bis zu einem halben Duzend Tieren ist jedoch ebenso möglich.
Der Bryde-Wal wird trotz des internationalen Moratoriums von Japanern regelmäßig gejagt.
Pilotwal
Indischer Grindwal Globicephala macrorhyncha
Die Grindwale halten zwar noch keineswegs einen Größenvergleich zu den wirklichen Riesen der Ozeane aus, sie kommen mit ihren bis zu sieben Metern jedoch immerhin an die Länge der kleineren Boote Ra und Canope heran. Durch ihr langsames Auf- und Abtauchen wirken sie majestätisch, überdies sind sie das ganze Jahr vor La Gomera extrem häufig zu beobachten. In der Regel sind sie immer in Schulen von 10 - 30 Tieren unterwegs, wobei eine Schule in kleine Untergruppen bzw. Familien gesplittet ist.
Die Grindwale ernähren sich hauptsächlich von Tintenfischen, nach denen sie über 500 Meter tief tauchen. Überwiegend sind sie nachtaktiv und legen bei Tage ausgedehnte Ruhephasen ein. Man sieht ihre schwarzen Rücken und die gebogenen Finnen von weitem im Sonnenlicht an der Oberfläche glänzen. Meist lassen sie die Boote sehr nahe an sich heran oder kommen sogar von sich aus ans Boot. Dass sie sogar in der Bugwelle reiten, erlebt man jedoch selten. Manchmal schießen vor allem Jungtiere und Kälber mit dem Kopf senkrecht aus dem Wasser, um das Boot und seine Besatzung zu beobachten (Spyhopp).
Der Zweitname Pilotwal rührt wahrscheinlich daher, dass die ganze Schule einem Tier folgt, das verletzt oder in die Enge getrieben wird. Dieses Verhalten macht man sich noch heute vor den zu Dänemark gehörenden Färöern zu nutze, wo man ganze Herden des gewöhnlichen Grindwals ins seichte Wasser treibt und auf grausame Weise massenhaft abschlachtet. Die Kadaver werden großenteils zu Tierfutter verarbeitet.
Cuvier-Schnabelwal
Ziphius cavirostris
Obwohl sie vor La Gomera relativ häufig sind, werden diese eigentümlichen Zahnwale mit der Kopfform eines Gänseschnabels beim Whalewatching kaum gesehen. Die bis acht Meter langen Tiere verhalten sich nur selten neugierig gegenüber den Booten. Im Gegensatz zu den Bryde-Walen tauchen sie lange (20 - 40 Minuten) und sehr tief (ca. 1000 Meter), wobei sie sich vornehmlich von Tintenfischen ernähren. Aufgrund ihrer Lebensweise sind sie durch den Einsatz militärischer Sonars besonders gefährdet: Von einer Sonar-Schallwelle getroffen, geraten die Tiere leicht in Panik und steigen überhastet aus großer Tiefe auf. Die sogenannte Taucherlähmung (Caisson-Krankheit) ist die Folge. Kohlendioxidbläschen perlen im Blut aus und verursachen Embolien im Gehirn und in anderen Organen; die Wale erleiden einen qualvollen Tod. Bisher kam es nach Nato-Manövern vor den Kanarischen Inseln regelmäßig zu Anstrandungen toter Wale, teilweise von Gruppen von über 20 Stück. - Jegliche Zusammenhänge werden von den Verantwortlichen abgestritten.
Pardela
Gelbschnabel-Sturmtaucher
Diejenigen, die sich zum ersten Mal (außerhalb der Winterzeit) auf La Gomera aufhalten, sind regelmäßig über die sonderbaren Laute erstaunt, die man hier in der Nacht wahrnimmt
"Wir haben heute Nacht Delfine gehört", heißt es von Ahnungslosen. In Wirklichkeit handelt es sich um den Gelbschnabel-Sturmtaucher, der sich nach Sonnenuntergang an den Steilküsten um sein Brutgeschäft kümmert. Von den Einheimischen werden sie Pardelas genannt. Als Vertreter der Röhrenschnabel sind sie mit einer eigenen "Entsalzungsanlage", dem Doppelrohraufsatz auf dem Schnabel ausgestattet, was ihnen ein ständiges Leben auf dem Meer ermöglicht. Geschlechtsreife Weibchen legen jedes Jahr ein einzelnes großes Ei zwischen den Felsen, um den Nachwuchs wird sich nach Sonnenuntergang intensiv gekümmert. Die Jungvögel werden im Spätsommer flügge und starten ihre ersten Flugversuche. Dann reisen die Pardelas nach Südamerika, wo sie den ganzen Winter über verbringen.
Für das Whalewatching erfüllen die Pardelas eine außerordentlich wichtige Funktion: Sie profitieren davon, dass von den Delfinen und Walen (insbesondere Bryde-Wale) große Fischschwärme zusammengetrieben werden, über die sie sich dann von der Luft aus hermachen.
Sieht man am Horizont also große Schwärme dieser Vögel, die aufgeregt umherschwirren, sind die Meeressäuger meistens nicht weit.
Die Pardelas sind hervorragende Flugkünstler, die oft nur eine Handbreite über dem Wasser gleiten und bei engen Kurven mit den Flügelspitzen ins Wasser eintauchen. Daran kann man sie aus Entfernung gut von den Silbermöwen unterscheiden.
Unechte Karett-Schildkröte
Caretta caretta
Eine wichtige Brutstätte der unechten Karett-Schildkröten liegt an den Ostküsten Floridas. Von dort aus bewegen sich die frisch geschlüpften Tiere zielstrebig in östliche Richtung auf den nahen Golfstrom zu. Mit dieser Meeresströmung gelangen sie zunächst in das Sargassomeer, eine riesige Wirbelströmung, in der losgerissene Tangwälder treiben, die ein reiches Nahrungsangebot und Schutz bieten. Erst wenn die Schildkröten fast ausgewachsen sind, wandern sie in einem großen Bogen um das Sargassomeer herum, wobei sie vor allem im Frühjahr recht zahlreich vor La Gomera eintreffen, bevor sie an ihre alte Brutstätte nach Florida zurückkehren.
Meeresschildkröten sind Allesfresser, die so ziemlich alles als Nahrung aufnehmen, was an der Wasseroberfläche treibt. Leider ist darunter sehr viel Müll. Mit Vorliebe halten sich die Tiere in Meeresströmungen auf in denen sich das Treibgut sammelt und häufig verfangen sie sich in Nylonnetzen, Plastiktüten, Säcken und anderem Unrat. Wir müssen die Tiere dann regelmäßig freischneiden und in schlimmen Fällen sogar zur Pflege nach Gran Canaria übergeben.
Portugiesische Galeere
Physalia physalis
Dem Aussehen nach kaum besser zu beschreiben als ein aufgeblasenes Kondom, sind die portugiesischen Galeeren weltweit die zweitgiftigsten Quallen. Mit ihrem beweglichen Segel sind sie exzellente Navigationskünstler, sie vollführen Wenden und kreuzen sogar gegen den Wind auf. Die mit Kohlendioxid (CO2) und Stickstoff (N2) Schwimmglocke kann sich hierzu nach Belieben verformen.
Unter Wasser reichen die Fangtentakeln mitunter in mehr als 10 Meter, in Ausnahmefällen sogar bis in 50 Meter Tiefe. Eine portugiesische Galeere ist kein Einzeltier, sondern als Staatsqualle aus ganz vielen Individuen, den Polypen, zusammengesetzt. Unter diesen aneinandergewachsenen Polypen besteht eine strenge Aufgabenteilung, die etwa Fangen, Fressen und Fortpflanzen beinhaltet. Die Tentakeln enthalten zahlreiche Nesselkapseln, die unter hohem Druck stehen und bei Kontakt explodieren. Im Inneren der Kapseln liegt ein aufgewickelter Schlauch bereit, der sich dann blitzschnell nach außen umstülpt, den Panzer oder die Haut des Opfers durchschlägt und das Gift injiziert. Beim Menschen verursacht der Kontakt schwere Hautverbrennungen, bei Allergikern und Herzpatienten kann es zu lebensbedrohlichen Situationen (Atemnot, Herzstillstand) kommen. Da neben den Nesselzellen auch Kleb- und Wickelzellen vorhanden sind, ist es umso schwerer, sich aus den Fängen einer portugiesischen Galeere zu befreien. Saisonmäßig fallen die Staatsquallen vor allem im Frühjahr vor La Gomera ein, zu dieser Zeit ist unbedingte Vorsicht vor angespülten Exemplaren geboten.
In Begleitung der Quallen sieht man zuweilen Driftfische Schedophilus medusophagus.
Die Diademseeigel-Plage
Der schwarze Diademsseigel oder Lanzettseeigel Diadema antillarum ist gewöhnlich eine nachtaktive Art. Die Tiere können einen Durchmesser von fast einem halben Meter erreichen und ernähren sich an den Felsküsten als unspezialisierte Weidegänger von Algen. Mit ihren langen flexiblen Stacheln, die auch zur Lokomotion eingesetzt werden, sind sie vor fast allen Angreifern geschützt und bieten zusätzlichen Schutz für kleine Wirbellose und Fische, die sich in ihrer Nähe aufhalten. Die Stachelspitzen sind mit Widerhaken bewehrt und von einem giftigen Sekret umkleidet. Für den Menschen ist der Kontakt sehr unangenehm. Der Einstich ist schmerzhaft und die Haut läuft an dieser Stelle blau an, es besteht jedoch keine Gefahr (Als Gegenmittel: Essig löst die Kalkstacheln auf).
Diademseeigel vermehren sich wie andere Arten sexuell, indem die Männchen und die Weibchen ihre Gameten (Eier und Spermazellen) ins freie Wasser stoßen. Damit es außerhalb des Körpers auch zur Befruchtung kommt, sind die sexuellen Vorgänge bei allen Individuen exakt mit der Mondphase und der jeweiligen Gezeit synchronisiert. Die Larven entwickeln sich frei schwebend im Plankton, bis sie sich in einem gewissen Stadium an einer neuen Besiedlungsfläche niederlassen. Interessanterweise können Diademseeigel keine Flächen besiedeln, die von dichten Algenwäldern überwuchert sind. Sie kommen also vor allem dort vor, wo die Algenflora bereits angegriffen ist, um dann, sofern sie in Massen auftreten, sehr effektiv die Restbestände zu vernichten. Man spricht von einem bar rock-Syndrom (Syndrom der kahlen Felsen) und von einem biologischen Flip-Flop-System.
Unter dem Begriff Flip-Flop, der in der Digitaltechnik geläufig ist, muss man sich folgendes vorstellen: Man schiebt ein Wasserglas langsam über den Tisch bis zur Kante. An einem ganz bestimmten Punkt kippt das Glas über die Kante hinweg und fällt zu Boden. Es gibt also nur die beiden stabilen Zustände "auf dem Tisch" oder "auf dem Boden" und der Wechsel zwischen beiden Zuständen erfolgt schlagartig. Da in der Natur ein Zustandswechsel - oft herbeigeführt durch menschliches Eingreifen - ebenso schlagartig und unvermittelt erfolgt, spricht man in diesem Sinne von "umgekippten" Ökosystemen.
Das bar rock-Syndrom ist vor La Gomera, sowie vor anderen kanarischen Inseln, ein akutes ökologisches Problem. Die Diademseeigel treten stellenweise in solchen Massen auf, dass sie von ihrer nachtaktiven Lebensweise völlig abweichen und auch bei Tage die Felsen abweiden. Damit zerstören sie massiv die Nahrungsgrundlage für andere Arten und vor allem die Versteckmöglichkeiten für kleine Organismen, Nachwuchs und Brutgelege. Die Konsequenzen auf sämtliche Algen-, Wirbellosen- und Fisch-Bestände sind kaum auszudenken. Ökologisch wichtige Arten wie die Meerheide Cystoseira abies-marina wurden bereits unter Schutz gestellt. An manchen Orten, z. B. auf Teneriffa hat man Taucher losgeschickt, um der Katastrophe gezielt Herr zu werden. Meines Erachtens völlig unnötig: Diademseeigel vermehren sich sehr schnell und man bekämpft durch Massenvernichtung der Tiere keineswegs die Ursachen. Wie zahlreiche andere Probleme wurde nämlich auch dieses vom Menschen geschaffen: Der Diademseeigel hat einige wenige, aber mitunter sehr spezialisierte Feinde. Igelfische (Chilomycterus reticulatus), Drückerfische (Balistes carolinensis, Canthidermis sufflamen), Tritonshorne (Charonia variegata), ausgewachsene Eissterne (Martasterias glacialis) und Dornensterne (Coscinasterias tenuispina). Nun hat man aus den aufgeblasenen Igelfischen sehr dekorative Lampenschirme gebastelt, die in einigen Seemannskneipen zu bewundern sind. Die Tritonshorne lassen sich als "Muscheln mit Meeresrauschen" ebenfalls gut in Souvenirläden verkaufen. Die Drückerfische (spanisch Gallos) sind unter Fischfeinschmeckern begehrt, vor allem lassen sie sich gut harpunieren, da sie entweder neugierig sind, oder ihr Revier gegen den Eindringling verteidigen wollen. Den räuberischen Seesternen fehlt es schließlich aufgrund des bar rock-Syndroms an geeigneten Versteckmöglichkeiten. Ausgewachsene Exemplare, die einen Seeigel überwältigen könnten, sieht man daher immer seltener.
Wie mir ein Tauchpartner berichtete, soll das Ökosystem in dieser Beziehung immerhin vor El Hierro noch intakt sein: Aufgrund entsprechender Regulationen gäbe es dort genügend Drückerfische und fast keine Diademseeigel.
Die Jagd auf den Octopus
Der gemeine Krake (Octopus vulgaris) ist einer der besten Verwandlungskünstler im Tierreich. Da er mit Ausnahme seines Papageienschnabels und der beiden Linsenaugen keine Hartteile besitzt, kann er seinen Körper beliebig verformen und durch die engsten Spalte schlüpfen. Er ist weltweit verbreitet und in sämtlichen Küstenhabitaten - ob Hart- oder Weichböden - in einer Tiefe von 0 - 200 m zuhause. Ausgewachsene Männchen erreichen leicht eine Armspannweite von mehreren Metern und ein Gewicht von über 5 kg (angeblich sogar bis 25 kg), sie können mit ihren saugnapfbewehrten Armen etwa das Zehnfache ihres Eigengewichts ziehen.
Als Räuber ernähren sich die Kraken von Schnecken, Muscheln, Krebsen, Borstenwürmern und Fischen. Sie sind primär nachtaktiv und leben tagsüber in Höhlen, Felsspalten, selbstgebauten Burgen oder in Kulturabfällen wie Flaschen und Tonkrüge versteckt.
Für die Fischereiwirtschaft hat der Octopus natürlich eine enorme Bedeutung, bekommt man ihn doch vielerorts in Form von Tapas oder als leckeren Salat zubereitet. So gilt es im Mittelmeer-Raum (vor allem in Italien) als eine sportliche Betätigung, die Tiere unter Wasser in Schnorchelausrüstung zu harpunieren. Auf La Gomera ist diese Praxis mittlerweile zu Recht verboten. Den einheimischen Fischern im Tal Valle Gran Rey kommt es jedoch zugute, dass die Kraken regelmäßig das flache Felswatt am Charco del Conde aufsuchen. Wenn man die Verstecke gut kennt, kann man sie dort praktisch zu Fuß mit einer langen Stange aus ihren Tages-Unterschlüpfen herausziehen. Ob man den Charco del Conde nun als eine Kinderstube für Kraken ansehen darf oder nicht, Tatsache ist, dass dort sämtliche (und fast nur) Jungtiere in der Größenordnung bis schätzungsweise 1 kg herausgefischt werden. Als Konsequenz wird die Begegnung mit einem ausgewachsenen Tier an den umliegenden Felsküsten zu einem sehr seltenen Ereignis.
Nun gehört Octopus vulgaris keineswegs zu den gefährdeten Arten - im Gegenteil: Nach dem Motto live fast, die young verbreiten sich die Tiere extrem schnell, ein vollständiger Lebenszyklus dauert nur 2-3 Jahre. Allerdings erfüllt der Octopus als Top-Jäger eine wichtige Funktion zur Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts. Ob er auch Seeigel frisst, wie ein kleiner Junge auf einer Felswattwanderung meinte, wäre noch zu prüfen, entsprechende Literaturangaben fehlen. Seine Hauptnahrung stellen auf jeden Fall Krebse dar. Vermindert sich nun der Jagddruck auf die Krebse, kann man davon ausgehen, dass der Druck auf die Nachwuchsformen zahlreicher anderer mariner Arten zunimmt, da sich die meisten Krebsarten räuberisch ernähren.
Sieht man von den unabschätzbaren Folgen auf weitere Bestände einmal ab, ist die Jagd auf den Octopus vor allem für Naturfreunde ein großes Ärgernis. Nicht nur, dass die Begegnungen mit diesem faszinierenden Tier allgemein seltener werden - der Fischer trifft auch eine unglückliche Auslese: Die neugierigen Kraken, die dem Beobachter sogar am helllichten Tage auf die ausgestreckte Hand kriechen (wie bisher ein einziges Mal auf einer meiner Felswattwanderungen geschehen), werden quasi weggezüchtet. Übrig zur weiteren Vermehrung bleiben diejenigen, die besonders gut versteckt und scheu sind.
Ganz ähnlich verhält es sich mit den Fischen. Bisher ist mir vor La Gomera beispielsweise noch kein einziges gutes Foto von einem Papageifisch gelungen. An Orten hingegen, an denen strenge Regulationen herrschen oder wo wenig gefischt wird, posieren die allgemein recht neugierigen Fische gerne vor der Kamera.
Müllteppiche
Angesichts der gewaltigen Ausmaße der Weltmeere machte man sich lange Zeit überhaupt keine Gedanken um die Abfallentsorgung auf See. Tatsächlich herrschen in den Ozeanen relativ stabile Strömungsverhältnisse vor. Treib- und Sinkgut sammelt sich in permanenten Wirbelströmungen und es kommt an der Wasseroberfläche wie auf dem Meeresgrund zu ausgeprägten Müllteppichen. Der bisher größte treibende Müllteppich wurde im Frühjahr 2005 im Nordpazifik gefunden. In einer Ringströmung aus Nordäquatorial-, Kuroshio- und einem Teil des Nordpazifikstromes kreisen etwa 3 Millionen Tonnen Festmüll und überdecken eine Fläche in der Größenordnung Mitteleuropas. Die Müllmasse macht laut Schätzungen inzwischen das Sechsfache des dort lebenden Zooplanktons aus.
Das hat weitreichende Konsequenzen für die komplette Meeresflora und -fauna: Oberflächennahe Wasserschichten werden abgeschattet, dadurch findet die marine Primärproduktion durch Algen nicht mehr in gewohnter Weise statt. Aufgrund der riesigen Gesamtoberfläche der Wegwerfartikel wirkt das Feld wie ein Schwamm für giftige Substanzen. DDT und PCB wurden dort bereits in Millionenfach höheren Konzentrationen gemessen als im umgebenden Wasser. Diese Gifte reichern sich auf ihrem Weg durch die Nahrungskette in den Organismen an und landen schließlich bei uns auf dem Mittagstisch. Außerdem werden die Wegwerfartikel regelmäßig für Beute gehalten und gefressen. Vor allem Meeresschildkröten sind gewohnt, völlig wahllos aufzunehmen, was an der Oberfläche treibt. Bereits achtlos weggeworfene Zigarettenfilter können fatale Folgen für diese vom Aussterben bedrohten Tiere haben. Plastikteile werden unter Wellenbewegungen zu kleinen Kügelchen, den sogenannten pellets verarbeitet. Davon ernähren sich mit Vorliebe Küsten- und Seevögel, um dann mit vollem Magen zu verhungern. Größere Kunststoffverpackungen werden auch von Walen gefressen. Andere Meeresbewohner verfangen sich in Tüten, Konservendosen oder in Plastikschlingen. Können sie sich nicht befreien und leben weiter, schneiden diese Teile im Laufe des weiteren Wachstums tief ins Fleisch oder verursachen schwere Deformationen.
Man schätzt, dass pro Jahr Millionen von Tieren als direkte Folge an der Vermüllung zugrunde gehen. Besonders gefährlich sind verloren gegangene Fischernetze (ghost nets), in denen sich jährlich allein 30.000 Pelzrobben verfangen.
Plastik- und Kunststoffgegenstände, die heute den Großteil der Müllberge und -seen ausmachen, sind äußerst beständig gegenüber der Witterung. Bis zu 500 Jahre mag es dauern bis solche Materialien in ihre endgültigen, meist toxischen Bestandteile zersetzt sind. Dabei ist die Seeschifffahrt zu eher geringen Teilen an dem marinen Müllaufkommen beteiligt. Der überwiegende Teil, nämlich 80% wird durch Wind, Flut und Regen vom Festland eingeholt. Die Situation auf La Gomera sowie auf den übrigen Kanarischen Inseln ist in diesem Punkt besonders brisant. Nicht nur, dass aufgrund der Insellage eine generelle Entsorgungsproblematik besteht - gerade durch das steile Küstenrelief und die teils heftigen Regenfälle im Winter wird der Müll, den man hier einfach im Barranco entsorgt, früher oder später unweigerlich ins Meer gespült. Schließlich werden die wenigsten Besucher La Gomeras von sich behaupten können, dass ihnen bei aller Achtsamkeit nicht die eine oder andere Plastikverpackung, Zigarettenkippe usw. durch den Wind abhanden und aufs Meer geweht worden ist.
Alles was Sie schon immer über das Meer und seine Bewohner wissen wollten, erfahren Sie auf unseren Infoabenden und Diashows im Club de Mar.
Ich selbst zeige zurzeit zweimal die Woche eine Diashow:
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Dienstags |
21:00 Uhr |
Diashow über die Unterwasserwelt vor La Gomera |
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Donnerstags |
21:00 Uhr |
Diashow über die Meerestiere in der Gezeitenzone |
In den jeweils einstündigen Diashows werden auch aktuelle Themen behandelt und am Ende darf mit Fragen gelöchert werden. Als Vorbereitung auf eine Felswattwanderung oder auf eine Schnorcheltour ist der Besuch auf jeden Fall zu empfehlen. Am Eintritt wird um eine Spende gebeten.
Beide Diashows können Sie bei mir auf CD-ROM bestellen.
Format: Microsoft® PowerPoint-Dokument, automatisch laufende Bildershow, ein umfassender bebilderter Begleittext liegt als Word-Dokument bei.
Preis: jeweils 12,- € zuzüglich Versandkosten
Im Club de Mar finden weitere regelmäßige Veranstaltungen statt:
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Montag |
21:00 Uhr |
Infoabend über Wale, Delfine und Whalewatching von M.e.e.r. EV |
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Mittwoch |
21:00 Uhr |
"La Gomera la belleza - Wald und Wale", von Bruno Dittrich, Naturfilmer, Fotograf und Fotodesigner |
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Sonntag |
21:00 Uhr |
"Wale im Visier", von Bruno Dittrich |
Weitere Infos siehe www.club-de-mar.org.
Sofern es das Wetter zulässt, fahren wir vom Club de Mar zweimal täglich auf kleinen traditionellen Fischerbooten zur See, um die Wale und Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Da wir ein sanftes Whalewatching betreiben, nehmen wir nur eine begrenzte Teilnehmerzahl mit an Bord und geben keinerlei Sichtungsgarantie. Hin und wieder hat man das Glück, bis zu vier Arten in einer Tour zu sehen, an anderen Tagen fährt man allerdings eine "Nullrunde".
Zurzeit fahre ich regelmäßig in Vertretung für Gerben van Kaam die "Canope", ein Boot, das dank seiner flachen Bauweise optimal für Unterwasseraufnahmen geeignet ist. Wer lieber den weiten Überblick behält, mag sich für Capitano Claudios Weltumsegler "Triana" entscheiden. Mehr dazu: www.club-de-mar.org
Termine:
Täglich 10:00 und 15:00 Uhr (Winter) bzw. 17:00 Uhr (Sommer)
Preis:
Erwachsene 27,- €, Kinder 12,50 €.
Maximale Teilnehmerzahl:
"Canope" und "Ra": 6 Personen
"Ascension del Seņor" und "Triana": 12 Personen
Buchung vor Ort über den Club de Mar.
Sie können im Felswatt entweder selbst auf die Suche nach Seehase & Co gehen, oder sich die Tiere in ihren Verstecken unter professioneller Führung zeigen lassen!
Die Felswattwanderung dauert etwa zwei Stunden und beginnt am sogenannten "Baby-Beach" Charco del Conde bei La Puntilla.
Mitzubringen sind wasserfeste Schuhe (Badelatschen, Sandalen) und kurze oder halblange Hosen. Die Führung ist auch für Kinder geeignet und Hobbyfotografen werden auf ihre Kosten kommen. Es werden ihnen nicht nur die einzelnen Arten vorgestellt, sondern auch anhand kleinerer Experimente demonstriert, wie etwa der Schlangenstern in seinen Unterschlupf gelangt, wie sich die Seegurke verteidigt oder warum Seerosen keine Pflanzen sind. Sie dürfen mit Fragen löchern und am Ende der Wanderung den geringelten Seehasen selbst mit seiner Lieblingsalge von Hand füttern.
Termine: Vom Niedrigwasser abhängig, das sich pro Tag etwa um eine Stunde verschiebt
Preis: Erwachsene 8,- €, Kinder 4,- €.
Maximale Teilnehmerzahl: 10 Personen
Buchung vor Ort über den Club de Mar.
Mit dem Einzug der digitalen Sucherkameras und der von vielen Herstellern dazu angebotenen wasserdichten Polycarbonat-Gehäuse wird die Unterwasserfotografie endlich auch als Hobby erschwinglich. Auf den Neueinsteiger warten allerdings besondere Tücken: Schwierige Lichtverhältnisse unter Wasser, fehlende Vertrautheit mit dem bewegten Medium und den tierischen "Fotomodellen" sowie allgemeine Schwierigkeiten im Umgang mit der Technik.
Dem Einsteiger und demjenigen, der es gerne werden möchte, biete ich einen kleinen Unterwasserfotografiekurs an. Als Location wird die Gezeitenzone am Charco del Conde gewählt. Dort kann man sämtliche Meeresbewohner unterhalb der Wasseroberfläche praktisch zu Fuß ablichten, für die meisten Situationen braucht man nicht einmal die Maske aufzusetzen. Man kann sich also voll und ganz auf die Kamera konzentrieren und die notwendigen Fertigkeiten zur richtigen Einstellung von Blende und Verschlusszeit, der Wahl der Perspektive bzw. dem Umgang mit dem natürlichen Licht und der Bildgestaltung erlernen. Schnellere Tiere, wie z. B. Fische nehmen in den kleinen Tümpeln nicht so schnell Reißaus und es gibt einige Tricks, sie nahe vor die Linse zu bekommen.
Für hoffentlich gelungene Aufnahmen werden Ihnen eine Canon Powershot A70 mit Extremweitwinkelvorsatz und eine semiprofessionelle Olympus C-8080 sowie Maske und Schnorchel gestellt. Im Anschluss folgt eine Nachbearbeitung der Bilder am PC unter Adobe® Photoshop. Dabei werden Ihnen wichtige Techniken erklärt, die speziell für die Unterwasserfotografie zugeschnitten sind: Wiederherstellung der natürlichen Farben, Entfernen von "Schneeflocken" usw.
Mitzubringen sind: Wahlweise Badehose/Badeanzug und Badelatschen oder Füßlinge und Neopren-Shorty (ein Vollanzug ist wegen der Hitze nicht zu empfehlen), außerdem ein Handtuch.
Termine: Nach Vereinbarung vor Ort bei mir persönlich (siehe Kontakt)
Preis: 39,- €
Maximale Teilnehmerzahl: 4 Personen
Wer nach dem Einsteigerkurs wirklich auf den Geschmack gekommen ist, kann bei mir einen weiteren Termin zur Unterwasserfotografie im Hafenbecken vereinbaren.
Preis inklusive ABC, Neopren, Blei und Leihkamera Olympus C-8080: 39,- €,
Deponat: 50,- €
Sofern ein gültiges Brevet vorliegt, bin ich nach persönlicher Absprache gerne zu einem gemeinsamen Flaschentauchgang mit Unterwasser-Fotoausrüstung bereit.
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Algen |
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Blaualgen |
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Rotalgen |
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Braunalgen |
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Grünalgen |
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Wirbellose Tiere |
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Schwämme |
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Goldschwamm |
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oranger Schwamm |
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Quallen & Seeanemonen |
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Quallen |
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Leuchtqualle | ||||
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Portugiesische Galeere | |||||||||
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Seeanemonen |
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Keulenanemone | |||||||
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Krustenanemone | |||||||||
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Scheibenanemone | |||||||||
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Sargasso-Anemone | |||||||||
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Wachsanemone | |||||||||
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Schnecken, |
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Schnecken |
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Purpurschnecke | ||||
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Porzellanschnecke | |||||||||
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Netzschnecke | |||||||||
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weiße Schnecke | |||||||||
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Schildschnecke | |||||||||
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Geringelter Seehase | |||||||||
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Muscheln |
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China Muschel | |||||||
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junge Steckmuschel | |||||||||
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Tintenfische |
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Octopus | ||||||
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Sepia | |||||||||
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Borstenwürmer |
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Feuerwurm |
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Krebse |
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Seepocken |
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Einsiedlerkrebse |
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Italienischer Taschenkrebs |
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Leoparden-Krabbe |
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Wollkrabbe |
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Flachkrabbe |
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Gespensterpfeilkrabbe |
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Seeigel, |
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Seeigel |
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Steinseeigel | ||||
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Diademseeigel | |||||||||
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Seesterne |
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Seegurken |
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Moostierchen |
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Wirbeltiere |
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Manteltiere |
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Fische |
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Rochen |
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Schmetterlingsrochen | ||||
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Gestreifter Adlerrochen | |||||||||
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Nagelrochen | |||||||||
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Aale |
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Anglerfische |
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Drachenköpfe |
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Trompetenfische |
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Plattfische |
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Barsche |
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Meerbrassen |
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Lippfische & Papageifische |
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Meerpfaue | ||||||
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Papageifisch | |||||||||
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Blennis & Grundeln |
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Blennis | ||||||
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Grundeln | |||||||||
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Pfeilhechte |
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Meeräschen |
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Kugelfische & Drücker |
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Kugelfisch | ||||||

